Vereinsphilosophie

Vereinsphilosophie des FC Ense

Der FC Ense ist ein eigens von Enser Fußballvereinen gegründeter, rechtlich selbständiger Verein zum Zwecke der Organisation und Durchführung des Jugendfußballs in den Altersklassen D- bis A-Jugend. Er besteht (in alphabetischer Reihenfolge) aus den Ortsvereinen: TuS Bremen, Höinger SV, SV Lüttringen, TuS Niederense, SG Oberense, SF Waltringen) 


Das Ziel dieser Kooperation ist die Bewahrung der Selbständigkeit der genannten Ortsvereine insbesondere in den Seniorenabteilungen, die nachhaltig gefährdet ist dadurch, dass in Dorfvereinen nur noch wenige Jugendspieler das 2. A-Jugendjahr überhaupt erreichen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Sie haben etwa zu tun mit geändertem Freizeitverhalten, der speziell in ländlichen Gegenden als Herausforderung zu betrachtenden Spielerzahl von mind. 15 Spielern im Fußball, den gestiegenen schulischen Anforderungen und Zeitaufwänden durch verkürztes Abitur und Ganztagsschulen. Die allgemeine demographische Entwicklung durch fehlende Geburtenzahlen tut ihr Übriges dazu, um den Jugendfußball für ländlich strukturierte Regionen Jahr für Jahr zu einer echten organisatorischen Herausforderung zu machen. Die Gründung des FC Ense dient dem Ziel, diesen Problemen entgegenzuarbeiten bei den Ansatzpunkten, wo dies möglich erscheint. 


Dabei möchte der FC Ense allen fußballbegeisterten Enser Jugendlichen unabhängig von Herkunft oder Talentlage eine sportliche Heimat bieten. Nach Möglichkeit soll es allen Spielern möglich sein, die schon in den Ortsvereinen (in der G- bis E-Jugend) gebildeten Freundschaften beizubehalten. Ein Auseinanderreißen soll nicht stattfinden. Umgekehrt soll es aber allen talentierten und leistungsorientiert denkenden Spielern möglich sein, in einer homogenen Gruppe Fußball zu spielen. Deswegen gibt es in jeder Altersklasse eine 1. Mannschaft, die im Wesentlichen leistungsorientiert aufgestellt ist. Es wird aber niemand genötigt, in dieser zu spielen. Es handelt sich um ein Angebot an Spieler, das freiwillig von diesen angenommen wird oder eben nicht. Den persönlichen Wünschen des Spielers wird hier die höchstmögliche Priorität eingeräumt. 


Der FC Ense besitzt keine eigenen Spielstätten und Gebäude. Vielmehr werden ihm die der Gemeinde Ense gehörenden und unter Verwaltung der Ortsvereine stehenden Sportstätten von der Gemeinde und dem entsprechenden Ortsverein zur Verfügung gestellt. Daher ist der FC Ense nur Gast auf diesen Anlagen und hat sich dementsprechend auch zu verhalten. Das bedeutet auch, dass er die an den jeweiligen Örtlichkeiten geltenden, vom Ortsverein aufgestellten Regeln und Abläufe beherzigt und Änderungen an Nutzung und Belegung stets vorher mit den Ortsvereinen abstimmt. Ebenso ist darauf zu achten, dass zu Gast befindliche Mannschaften sich ebenso rücksichtsvoll verhalten. 


Der FC Ense versteht sich sowohl als Repräsentant der Gemeinde Ense als auch der 6 Ortsvereine, besitzt jedoch dennoch eine eigene Identität, die auch gepflegt wird etwa durch einheitliches, sich von den Ortsvereinen bewusst unterscheidendes, textiles Erscheinungsbild. Trotz dieser eigenen Identität ist es erklärtes Ziel des FC Ense, dass die Spieler die Zugehörigkeit und Beziehung zu ihrem Stammverein, aus dem heraus sie zum FC Ense stoßen, zu keiner Zeit im FC Ense verlieren. Dies gilt auch und gerade für das letzte A-Jugend-Jahr, nach dessen Bewältigung die dann zu den Senioren stoßenden Spieler das erste Seniorenjahr in jedem Falle bei ihrem Stammverein verbringen. Abweichende Regelungen davon sind als außergewöhnliche Ausnahmen zu betrachten und bedürfen des Regelungsbedarfs auf höchster Vereinsebene, d.h. auf der Ebene der geschäftsführenden Vorstände der Stammvereine. 


Stand: Februar 2019